Psychische Gesundheit des Mannes

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Schon „Kleinigkeiten“ können selbst bei vollkommen gesunden Männern zu Startschwierigkeiten führen. Es reicht bereits ein kleiner, aber entscheidender unangenehmer Umstand und schon kann eine Erektion außer Frage sein. Vielleicht ist es zu kalt oder zu warm, oder alles passiert zu schnell oder zu langsam. Möglicherweise ist es allerdings auch nicht ungestört genug oder es stellt sich Unsicherheit und Verlegenheit ein. Auch Leistungsdruck und Versagensangst können ein sprichwörtlicher Stimmungskiller sein ebenso wie Schmerzen und allgemeines Unbehagen. Schließlich kann die Lust auch völlig nachlassen, womöglich auf Frustration oder Enttäuschung und an penetrativen Sex ist nicht mehr zu denken.

Es gibt vermutlich unzählige Gründe, die es gesunden Männern teilweise schwierig machen eine Erektion zu entwickeln. Erschwert wird dieser Umstand, wenn konkrete psychische Erkrankungen vorliegen. Häufig verursachen diese in erster Linie eine Veränderung der individuellen Libido, sodass diese nachlässt oder zumindest erheblich Schwankungen unterliegt und das hat auch Einfluss auf die Potenz. Ebenso verhält es sich mit vielen anderen mentalen Störungen von Neurosen bis hin zu Psychosen. Hinzu kommt, dass über die Symptome und Folgen der Erkrankung hinaus auch Potenzveränderungen durch die Behandlung möglich sind, insbesondere die Einnahme von Medikamenten kann einen deutlich negativen Einfluss auf Libido und Potenz haben.

Psychische Gesundheit ist für jeden modernen Menschen immer noch ein schwieriges Thema, für das es selten einen öffentlichen Konsens zum Austausch gibt. Die Betroffenen leiden an unsichtbaren Symptomen und Wechselwirkungen aufgrund der Behandlung, falls diese überhaupt stattfindet. Potenzprobleme aufgrund psychischer Gründe sind persönlich schwierig und bedürfen einer offenen und verständnisvollen Kommunikation. Unterstützung durch das Umfeld ist ebenfalls enorm hilfreich und das betrifft vor allem die Situation des Partners. Geduld, Verständnis und Vertrauen sind eine gute Kombination im Umgang mit Potenzstörungen, aber auch nicht nur für Männer mit psychischen Erkrankungen.

Störungen durch Medikamente

Die pharmazeutischen Möglichkeiten westlicher Forschung und Entwicklung konnten bisher beeindruckende Behandlungsmöglichkeiten erschließen. Durch die umfassende Versorgung der Gesellschaft mit hochwirksamen Medikamenten ist es schon gelungen, viele verheerende Krankheiten zu bekämpfen und teilweise sogar auszurotten. Eine gute, flächendeckende medizinische Betreuung und die Erreichbarkeit spezifisch wirkender Medikamente haben die Lebenserwartung und den allgemeinen gesundheitlichen Status moderner, westlicher Menschen erheblich gesteigert. Auch wenn die Position und Funktion pharmazeutischer Betriebe einen kritisch beobachtenden Blick fordert, sind die positiven Folgen dieser Entwicklung für viele Menschen nicht von der Hand zu weisen.

Doch die allgemeine Abhängigkeit von Medikamenten hat auch ganz konkrete Schattenseiten. Kaum ein Präparat kommt daher, ohne zumindest die Wahrscheinlichkeit möglicher Nebenwirkungen und Zusatzwirkungen. Vielfach werden Patienten auch mit einer Kombination verschiedener Präparate behandelt. Dies kann zusätzliche Wechselwirkungen verursachen, die daraufhin eine weitere Behandlung erforderlich machen können.

Viele Patienten sind angewiesen auf intensive Behandlungsmethoden mit hochspeziellen Medikamenten. Diese können unter Umständen mit erheblichen körperlichen und geistigen Komplikationen einhergehen. Chemotherapie ist ein klassisches Beispiel, das häufig die Frage aufkommen lässt, ob die Behandlung nicht sogar größeren Schaden anrichtet als die eigentliche Erkrankung selbst.

Es liegt daher nahezu automatisch auf der Hand, dass die Einnahme von Medikamenten auch Einfluss haben kann auf die männliche Libido und Potenz. Die ungewollten Wirkungen der Behandlung können sowohl körperlich als auch psychisch bedingt sein oder auch eine Kombination aus beidem. Während manche Präparate Einfluss haben auf die sexuelle Erregbarkeit, können manche Produkte die körperliche Fähigkeit zur Erektion beeinträchtigen.

Der Umgang mit dieser Art Situation kann sich als komplex darstellen. In jedem Fall ist es notwendig, dass medizinische Fachkräfte sich der Situation annehmen, um diese bewusst zu kontrollieren und zu beobachten. Von nicht abgesprochenen Eigentherapien und -experimenten ist dringend abzusehen. Außerdem müssen medikamentös bedingte Potenzschwierigkeiten nicht tatenlos hingenommen werden. Im Gespräch mit behandelnden Ärzten und Experten ist es häufig durchaus möglich, die Behandlung zu modifizieren und die Kombination der Medikamente anzupassen, sodass die Auswirkungen auf Libido und Potenz auf ein Mindestmaß reduziert werden können.

AUTOR: Profit-gesundheitsservice