Hepatitis A und Hepatitis B

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Frau Neumann (Name geändert) fühlte sich seit einigen Monaten matt, hatte weniger Appetit, war leicht erschöpft und kaum belastbar. Es war wie bei einer leichten Grippe, ohne dass sie jedoch Fieber hatte. Sie führte diese Beschwerden auf Stress und starke Arbeitsbelastungen zurück. Als sie eines Morgens neben ihrem Mann vor dem Spiegel im Bad stand, fiel ihr allerdings auf, dass ihre Haut dunkler als die ihres Mannes war, obwohl sie sonst immer einen helleren Teint hatte. Sie sah sich ihr Gesicht im Spiegel genauer an und bemerkte dabei, dass die Bindehaut ihrer Augen ganz gelb war. Jetzt erinnerte sie sich auch daran, dass ihr Urin in letzter Zeit viel dunkler geworden war, was sie fälschlicherweise darauf zurück geführt hatte, dass sie zuwenig getrunken hatte. Nun war es wohl doch Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Sehen Sie sich das Angebot an Antibiotika an Doxycyclin.
Ihr Hausarzt tippte sofort darauf, dass die gesamte Symptomatik ihre Ursache in der Leber haben müsse. Die Laboruntersuchung bestätigte den Verdacht: Das Bilirubin war mit 3,5 mg/dl deutlich erhöht (normal sind bis zu 1,1). Das Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Blutes und wird über Leber und Galle in den Darm ausgeschieden. Ist das Bilirubin zu hoch, so kommt es zu einer Gelbsucht (Ikterus). Ursachen für einen Ikterus gibt es viele (siehe Tabelle). Eine genaue Anamnese und weitere Laboruntersuchungen können die Ursache aufdecken. Kaufen Doxycyclin auf der Website ist sehr einfach.

Hepatitis - Ursachen für einen Ikterus (unvollständig)  

  • Medikamente (z.B. Paracetamol, Antibiotika wie Tetrazyklin oder Rifampicin, Methotrexat,  Östrogene, Testosteron)
  • Hämolyse (vermehrter Abbau von Blut z.B. nach Bluttransfusion)
  • Morbus Meulengracht (häufig vorkommender Mangel des Enzyms Glucuronyltransferase
  • mit der harmlosen Folge hoher Bilirubinwerte, besonders beim Fasten und durch
  • Nikotinsäure)
  • Hepatitis, Leberzirrhose, Metastasenleber Stauungsleber (bei Rechtsherzschwäche)
  • PBC (=Primär Biliäre Zirrhose, eine Autoimmunerkrankung)
  • Alkohol, Drogen, Lebergifte wie Tetrachlorkohlenstoff oder Pilzgifte (z.B. Knollenblätterpilz)
  • Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit)
  • Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)
  • Schwangerschaft, bakterielle Infektionen, Sarkoidose
  • seltene Erbkrankheiten (familiäre Hyperbilirubinämie)

Hepatitis - Gezielte Labordiagnostik weist den Weg

Bei Frau Neumann fielen eine hohe yGT und sehr hohe Werte für GOT und GPT auf.
Dabei handelt es sich um so genannte Transaminasen. Dies sind Enzyme, die normalerweise nur in den Leberzellen vorkommen. Bei jedem Zelluntergang werden diese Enzyme jedoch ins Blut geschwemmt und lassen sich dort nachweisen. Durch die normale Zellmauserung der Leber hat auch der Gesunde diese Transaminasen im Blut. Werden bestimmte Werte aber überschritten, so spricht dies für ein deutlich vermehrtes Absterben von Leberzellen. Der Verdacht auf eine Virushepatitis lag also sehr nahe. Die sofort eingeleitete Diagnostik auf Antikörper gegen Hepatitis A, B und C verlief allerdings negativ. Dies spricht nicht gegen eine Hepatitis, da das Immunsystem eine Weile braucht, bis es so viele Antikörper gegen die Viren entwickelt hat, dass sich diese auch nachweisen lassen. Eine spezifische Therapie wird in dieser Phase der Krankheit nicht durchgeführt (körperliche Schonung, kein Alkohol). 
Einige Wochen später konnte der Hausarzt bei einer Wiederholung des Antikörpertestes HCV-Antikörper finden. Die Transaminasen waren deutlich rückläufig, Frau Neumann ging es auch schon ein bisschen besser. Es war also eine Hepatitis C abgelaufen, die sich jetzt in der Phase der Heilung befand. Eine Hepatitis C kann durch Blutkontakt verursacht werden. Dies können Bluttransfusionen sein (Risiko 1:200.000), gemeinsame Benutzung von Spritzen bei Drogenabhängigen oder Kontakt mit nicht korrekt sterilisierten medizinischen Instrumenten. Auch Geschlechtsverkehr kann die Viren übertragen. Bei Frau Neumann schieden alle dies Übertragungswege aus (ihr Ehemann war und blieb negativ - jedenfalls was die Hepatitis anging).  

Manche Hepatitis kann chronisch werden  

Auch dies ist nicht ungewöhnlich, oft kann der Übertragungsweg nicht mehr nach verfolgt werden. In den meisten Fällen heilt die Hepatitis folgenlos aus (100 % bei Hepatitis A, 90 % bei B, aber nur 15-25 % bei C). Frau Neumann gehörte leider zu denjenigen, die eine chronische Hepatitis entwickelten: Sie war zwar nicht mehr so erschöpft wie zu Beginn der Erkrankung, von ihrer alten Leistungsfähigkeit war sie aber noch weit entfernt, auch die Leberwerte hatten sich fast wieder normalisiert, aber eben nur fast. Vor der Erkrankung hatte sie besonders niedrige Leberwerte gehabt, da sie keine Medikamente eingenommen und fast nie Alkohol getrunken hatte. Nun wurde eine Untersuchung auf Virus-DNA durchgeführt. Dabei kann mit einer aufwendigen PCR (Polymerase Ketten Reaktion) eventuell im Blut vorhandene Virus-DNA (Erbsubstanz) um ein Vielmillionenfaches vermehrt und dann nachgewiesen werden. Im Blut von Frau Neumann fand sich so viel DNA, dass es mehreren hunderttausend Hepatitis-Viren in jedem Milliliter Blut entsprach!  

Ihr Immunsystem wehrte sich zwar gegen das Virus (hohe Antikörper-Titer), konnte die Hepatitis aber nicht aus eigener Kraft besiegen (Vorhandensein von Viren durch die DNA belegt). Da es bei 5-30 % der chronisch mit Hepatitis C-Infizierten zu einer Leberzirrhose kommt (bei Hepatitis B sind es nur etwa 1 %), schlägt die konventionelle Medizin eine Therapie mit Interferon und Ribavirin vor.
Interferon muss gespritzt werden (bei dem modernen PEG-Interferon nur einmal pro Woche) und unterstützt die Immunabwehr gegen die Viren. Ribavirin wird als Tablette täglich genommen und hemmt die Vermehrung der Viren. Erst durch die Kombination beider Therapien wurden akzeptable Behandlungserfolge erzielt, wobei der Langzeiterfolg sehr von der Art des Virus abhängt (ca. 50 % nach 12monatiger Therapie bei Genotyp 1, immerhin ca. 80 % nach 6monatiger Therapie bei Genotyp 2 oder 3). Bei Hepatitis B wird eine halbjährliche Behandlung mit Interferon und dem Virustatikum Lamivudin empfohlen, wodurch etwa jeder dritte Patient geheilt wird. Die Therapie muss konsequent durchgeführt werden, ist sehr teuer (mehr als 10.000 Euro) und sehr nebenwirkungsbehaftet. Am unangenehmsten ist dabei ein ständiges Grippegefühl, Infektionen können daher schlechter erkannt werden. Auch Müdigkeit und Muskelschmerzen kommen relativ häufig vor. Autoimmunkrankheiten können vermehrt auftreten. Selbst psychische Symptome wie Verwirrtheit, Angstzustände und Depressionen können auftreten. Daher gibt es unter der Therapie immer wieder Abbrecher, denen die Nebenwirkungen unangenehmer sind als der mögliche Erfolg, nämlich die wirkliche Ausheilung der Krankheit.

Naturheilkunde bei Hepatitis – alternativ oder komplementär

Frau Neumann wollte sich aus Angst vor Nebenwirkungen zunächst naturheilkundlich behandeln lassen. Hierzu gibt es leider keine Studien, die Heilungsraten oder Verbesserungen der Symptome aufzeigen. Es hängt von der Einstellung des Patienten, der Aufklärung durch den Arzt und der Angst vor oder dem tatsächlichen Auftreten von Nebenwirkungen ab, welche Therapie man wählt. Egal, für welche Therapie Patient und Arzt sich nach sorgfältigem Abwägen des Für und Wider entscheiden mögen: Der Therapieerfolg muss überprüft werden! Werden die Laborwerte besser? Bessert sich auch das subjektive Befinden oder wird es gar schlechter? Das gilt auch für die Entscheidung zur Nicht-Therapie, also für das Zuwarten. Sollte das Befinden durch die Hepatitis deutlich schlechter werden oder es gar Hinweise auf eine beginnende Zirrhose geben, muss der eingeschlagene Weg neu überdacht werden.
Selbstverständlich können auch schulmedizinische mit naturheilkundlichen Maßnahmen kombiniert werden, man kann also das Eine tun, ohne das Andere zu lassen. Auch hierzu gibt es bei der Hepatitis keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, aber die Erfolgsrate kann möglicherweise gesteigert oder aber Nebenwirkungen abgemildert werden. Im Reagenzglas konnte beispielsweise gezeigt werden, dass die Wirkung von Interferon auf Hepatitis-Viren verzehnfacht (!) werden kann, wenn viel Zink vorhanden ist. Eine Kombinationsstudie an Patienten mit Interferon und Zink ist mir nicht bekannt (am Zink verdient die Industrie wohl zu wenig).

Hepatitis - Naturheilkundliche Therapie hilft 

Naturheilverfahren können die mit einer Hepatitis einhergehenden Beschwerden
lindern und zu einer schnelleren Rekonvaleszenz beitragen. Leberschonkost ist out.

AUTOR: Profit-gesundheitsservice